La Dolce Vita in Venedig

Donnerstag, 02.10.2014
Mitten in der Nacht riss der Schatz mich panisch aus einem Traum: „Wie spät wollten wir losfahren?“ Schläfrig antwortete ich: „Halb 5“ und bekam zur Antwort: „Es IST halb 5.“. Wir stürzten also aus dem Bett und ins Auto, gönnten uns den mutmaßlich teuersten Flughafenparkplatz aller Zeiten und waren pünktlich zum Gateschluss im Sicherheitsbereich.
Um 6:35 flogen wir in den Süden und landeten etwa eine Stunde später in Treviso, Italien. Wir stiegen in den Bus Richtung Bahnhof, verließen ihn souverän wieder am Flughafen und informierten uns beim nächsten Bus besser, wo denn die Hauptbahnhofhaltestelle ist… Leider fahren die Züge von Treviso zu unserer nächsten Etappe, Spresiano, nicht sonderlich häufig, also nutzten wir die Pause für ein überfälliges Frühstück in einem geradezu übertrieben niedlich-italienischem Café, in dem der Kaffee göttlich und das Gebäck himmlisch schmeckten. La Dolce Vita!
Vom Bahnhof Spresiano liefen wir schließlich zu Fuß 15 Kilometer Richtung Arcade, wo mein Bruder G wohnt. Der widerum begann möglichst früh seine Mittagspause um uns entgegenzufahren. Er brachte uns in seine schicke Wohnung, schlang hastig ein Brot herunter und verließ uns wieder. Wir nutzten die Zeit um… zu schlafen. Später haben wir zu dritt eingekauft, bevor G wieder aufbrach, um seine Freundin von einem Flughafen am Ende der Welt abzuholen. Wir nutzten die Zeit um… zu kochen. Bolognese, versteht sich. Tief nachts aßen wir gemeinsam und feierten in Gs Geburtstag hinein.

Freitag, 03.10.2014
Mein Bruder musste sich zum ersten Mal für seinen Geburtstag Urlaub nehmen, aber wir vergüteten ihm das mit einem großen Frühstück. Danach stiegen wir vier um halb 12 in Spresiano in den Zug, diesmal Richtung Santa Lucia: Venedig.

Die Lagunenstadt ist vom ersten Moment an genau so, wie man sie sich vorstellt. Schon der Anblick vom Bahnhofsausgang aus ist atemberaubend und irgendwie hört die Stadt dann einfach nicht auf, beeindruckend zu sein.

Wir vertrödelten also übertrieben viel Zeit damit, Fotos auf der Ponte degli Scalzi zu machen und uns zu freuen und gingen dann die übliche Touristenroute durch Cannaregio über die Strada Nova, wo wir um halb 2 eine ganz unitalienische Mittagspause machten: bei McDonalds. Wir gingen weiter zur Ponte di Rialto und hinüber, dann durch San Polo, gönnten uns ein Eis und nutzten dann am Anleger San Toma die Fährgondel, um den Canal Grande wieder zu überqueren und durch San Marco mit einem Umweg über die Ponte di Accademia (mit Ausblick auf die Santa Maria della Salute) zum Piazza San Marco zu gehen.

Dort arbeiteten wir uns tapfer durch die Menschenmassen und machten uns quer durch San Marco wieder auf den Rückweg. Nahe der Rialtobrücke besorgten wir uns Tramezzinis und gingen durch San Polo und Santa Croce zurück zum Bahnhof. Abends luden wir G. zur Feier des Tages in seine Lieblingspizzeria ein, in der ich mich bei der Bestellung dermaßen vertat, dass ich nur den Rand der Pizza aß. Immerhin war der Nachtisch ein würdiger Abschluss für einen grandiosen Tag.

Samstag, 04.10.2014
Nach dem Frühstück gönnten wir meinem Bruder und seiner Freundin etwas Zeit für sich und stiegen um halb 12 wieder in den Zug nach Venedig.

Wir gingen nördlich des Kanals zur Rialtobrücke und dann querfeldein bis zum Markusplatz, wo wir uns im Hard Rock Café ein wieder sehr unitalienisches Mittagessen genehmigten.

Danach nahmen wir vom Anleger S.M. del Giglio eine Gondel zur Santa Maria della Salute, die wir umrundeten und spazierten dann am Canale della Giudecca entlang durch Dorsoduro.

Über die Ponte di Accademia gingen wir wieder zurück nach San Marco und machten um 17 Uhr in der Nähe der Rialtobrücke an einem kleinen Platz eine Kaffeepause.

Frisch gestärkt überquerten wir erneut die Rialtobrücke und ich kaufte erst ein günstiges Kleid und dann sündhaft teure Lederhandschuhe. Wir gingen zum Bahnhof zurück, vorbei an der Frarikiche (deren italienischer Name mir zu kompliziert ist) und mit einem kleinen Umweg über den Piazzale Roma. Die übrige Zeit bis zur Zugabfahrt um 19:15h verbrachte ich im örtlichen Modegeschäft. Zurück in Arcade aßen wir mit G. und seiner Freundin zu Abend und stellten unsere Beziehungen mit Die Siedler auf die Probe.

Sonntag, 05.10.2014
Nach einem gemütlichen Pfannkuchenfrühstück stiegen wir mittags in meinen alten Corsa und fuhren nach Palmanova. Leider war von der niedlichen Altstadt nicht allzuviel zu sehen, denn wir gerieten mitten in ein Stadtfest. Wir zogen also nach einem kurzen Aufenthalt weiter nach Aquileia, einer durch und durch „römischen“ Stadt. Allerdings war es bereits zu spät um die Ausgrabungen zu besichtigen.

Wir entschieden uns dann leider für das falsche Restaurant und aßen deshalb kurzerhand zweimal, weil eine wirklich sehr schöne Pizzeria auf dem Rückweg lag. Von dort aus fuhren wir ichweißnichtmehrwo hin und setzten Gs Freundin am Flughafen ab. Den Abend zu dritt verbrachten wir mit Die Siedler.

Montag, 06.10.2014

Heute stiegen wir erst um 12:45 in den Zug, wanderten in Venedig wieder durch Cannaregio und ließen uns von einem äußerst appetitlichen Schaufenster in ein superniedliches Café locken, dessen königliche Einrichtung auch königliche Preise abverlangte.

Nach Kaffee und Dolci für 18,50 € machten wir uns demütig auf den Weg zum Markusplatz. Dort stellten wir uns in die Schlange am Campanile und fuhren mit dem Fahrstuhl hinauf. Das beeindruckende Panorama war den Preis definitiv wert!

Wir gingen am Dogenpalast vorbei nach Castello, drehten bald wieder um, entschieden uns, dass der Eintritt in den Dogenpalast zu teuer ist, und steuerten stattdessen den Hard Rock Shop an, in dem der Schatz sein Souvenir erwarb. Wir setzten dann wieder zur Santa Maria della Salute über und suchten ein nettes Restaurant.

Ganz so leicht was es leider nicht. Um etwas bezahlbares zu finden (eine Abzocke pro Tag reicht ja völlig), mussten wir allerdings bis zum Campo Santa Margherita vorstoßen.

Dort aßen wir hervorragende drei Gänge und genossen das Dolce Vita in vollen Zügen. Als es dunkel wurde, baten wir den netten Kellner um Orientierung und zogen dann Richtung Rialtobrücke los. Trunken vor Glück (und Wein und Aperol) machte ich an einem Souvenirladen halt und war sehr stolz auf mich, als ich zwei sehr kitschiger Weinverschlüsse aus Glas von einem Wucherpreis auf völlig überteuert runterhandelte. Im Hard Rock Shop kaufte ich mir dann noch ein Tshirt und auf dem Weg zum Bahnhof brachten wir meinem Bruder noch etwas Gebäck mit.

Dienstag, 07.10.2014
Den letzten Tag in Italien verbrachten wir gemütlich in Gs Wohnung, bis er uns um halb 5 abholte und nach Treviso brachte. Dort tranken wir wieder einen Kaffee in dem niedlichen Café, streiften etwas durch die schöne Altstadt und ließen uns um Viertel vor 8 am Flughafen absetzen. Nachts kamen wir wieder im kalten Deutschland an und kehrten zurück auf unsere Baustelle. Ein herrliches langes Wochenende!

Lee Child – Jack Reacher Romane 1 bis 3

Ich bin total im Jack Reacher-Fieber…!!!

Größenwahn

Erster Satz: Ich wurde in Eno’s Diner verhaftet.

Jack Reacher, ein ehemaliger Militärpolizist, streift allein und ziellos durch Amerika – ein Land, dem er treu gedient hat, aber das er kaum kennt. Als er zufällig in einer blitzsauberen Kleinstadt in Georgia absteigt, wird er prompt mit der am selben Tag gefundenen Leiche in Verbindung gebracht. Noch während die Polizei sein Alibi überprüft, wird der zweite Verdächtige, ein ortsansässiger Bänker herein gebracht. Obwohl er während der Tatzeit mit einem Cop zusammen auf einer Feier war, gesteht er sofort alles. Reacher und der nervöse Yuppie werden gemeinsam in U-Haft gesteckt, während sich langsam eine immer größere Verschwörung abzeichnet, für dessen Aufklärung die Polizistin Roscoe Reachers Hilfe braucht.

Ausgeliefert

Erster Satz: Nathan Rubin starb, weil er sich mutig zeigte.

Reacher ist in Chicago, als ihm eine Frau auf Krücken quasi in die Arme fällt. Ganz blödes Timing, denn drei Männer wollten sie gerade entführen. So landen alle beide im Laderaum eines Vans und werden durch halb Amerika zu einer autonomen, kriegsgesicherten Bergwerksstadt transportiert. Gut, dass das FBI sich direkt auf die Fersen seiner entführten Agentin heften. Weniger gut, dass sie Reacher für den Anführer der Entführer halten. Und als Holly dann in einen Käfig aus Dynamit gesperrt wird, damit die Gruppe sich als von Amerika unabhängig proklamieren kann, ist plötzlich gar nichts mehr gut.

Sein wahres Gesicht

Erster Satz: Hook Hobie verdankte sein gesamtes Leben einem fast dreißig Jahre alten Geheimnis.

In Key West bessert Reacher seine Reisekasse auf und denkt sich nicht viel dabei, als ein Privatdetektiv im Auftrag einer fremden Frau nach ihm sucht. Als die Fragen nach ihm sich allerdings plötzlich häufen und der Detektiv dann tot auf der Straße liegt, beginnt er seine eigenen Nachforschungen – die ihn zur Beerdigung seines Lieblingsgenerals und zu dessen Tochter Jodie führen, in die er schon als junger Soldat verliebt war. Er übernimmt den Auftrag, den General Garber bis zu seinem Krebstod verfolgt hat: Eigentlich kann es doch nicht so schwer sein, einem alten Ehepaar klar zu machen, dass ihr vermisster Sohn in Vietnam gefallen ist. Aber wenn das wirklich so ist, wieso wird dann hartnäckig versucht, Reacher und Jodie zu töten?

Alle diese Krimis sind superspannend. Eigentlich will Reacher mit den ganzen Problemen nichts zu tun haben und nur unabhängig und anonym durch den Kontinent streifen, aber irgendwann kommt immer der Punkt, an dem er sich verantwortlich fühlt oder eine „Grenze überschritten“ wurde. Obwohl er seinen Erfolg in erster Linie körperlicher Überlegenheit verdankt (sprich: er verprügelt einfach alle, die ihm in die Quere kommen), ist stets ein psychologischer Aspekt dabei, der jeder Konversation eine weitere Ebene gibt.
Darüber hinaus ist er ein zweiter Sherlock Holmes und sowohl unsicher in Dingen des alltäglichen Lebens (er wirft Wäsche lieber weg als herauszufinden wie eine Waschmaschine funktioniert), als auch selbstsicher und überlegen in zwischenmenschlichen Rivalitäten. Außerdem gefällt mir, dass er üblicherweise eine „Flamme in Not“ zu retten hat, diese aber immer eine selbstsichere, kampflustige Powerfrau ist. Der vierte Band ist schon bestellt!

James Dashner – Die Auserwählten Trilogie

Band 1: Die Auserwählten im Labyrinth

Erster Satz: Sein neues Leben begann im Stehen, umgeben von kalter Dunkelheit und staubiger Luft.

Thomas kann sich nur noch an seinen Namen erinnern und erwacht mit einem Mal auf einer Lichtung, voller Jungs die auf dem selben mysteriösen Weg dorthin gekommen sind. Niemand weiß, was dahinter steckt und wer sie Monat für Monat mit Lebensmitteln und einem „Frischling“ versorgt. Die Gruppe hat sich mit ihrem Leben arrangiert und die Aufgaben gut verteilt – auch an die Abteilung der „Läufer“, die Tag für Tag in das die Lichtung umgebende Labyrinth hinauslaufen um einen Ausgang zu finden. Die Schwierigkeit dabei: Nachts, wenn sich die Tore zur Lichtung schließen, verändern sich die Wände und tödliche Kreaturen treiben ihr Unwesen.
Mit Thomas‘ erscheinen verändert sich jedoch der Ablauf der „Lichter“: Direkt am nächsten Tag kommt eine neue, letzte „Lieferung“ und schickt das allererste Mädchen und eine Endzeitbotschaft auf die Lichtung.

Sehr spannend geschrieben und sypatische Charaktere. Ich hatte wegen des Kinotrailers eine Art „Hunger Games für Jungs“ erwartet und das ist vom Stil her tatsächlich nicht allzu weit dran vorbei.

Band 2: Die Auserwählten in der Brandwüste

Erster Satz: Bevor die Welt zusammenbrach, hörte Thomas etwas.

Die „Lichter“ sind, so viel verrate ich jetzt einfach mal, aus dem Labyrinth entkommen, doch ihre Prüfung ist noch nicht vorbei. Zunächst sind es nur Psychospielchen, doch dann wird es richtig ernst: Sie sollen eine Wüste durchqueren und innerhalb einer bestimmten Zeit den „sicheren Hafen“ erreichen. Wieder ist Verweigerung keine Option, die Kinder machen sich also auf den gefährlichen Weg, zusammen mit einem neuen Jungen, der gegen Theresa ausgetauscht worden ist.

In diesem Band wird dann auch klar, warum die Serie als Horror eingestuft ist. Vorher dachte ich wegen des Erzählstils noch, „Die Auserwählten“ sei für ein jüngeres Publikum als die „Hunger Games“ konzipiert, aber das hat sich jetzt erledigt. Wirklich aufgelöst wird die ganze Situation hier immer noch nicht, aber immerhin geben die Menschen, die die Jungs unterwegs treffen, einige Informationen über die Welt preis.

Band 3: Die Auserwählten in der Todeszone

Erster Satz: Es war der Gestank, der Thomas langsam, aber sicher in den Wahnsinn trieb.

Die Kinder sind wieder in der Hand der Wissenschaftler, die sich mit „einigen abschließenden Tests“ nicht gerade deren Vertrauen verdienen. Schließlich wird das Experiment für beendet erklärt und die Kinder können ihr Gedächnis zurück erhalten – dazu ist nur eine winzige Gehirn-OP nötig. Die Gruppe spaltet sich auf, Thomas und seine besten Freunde können fliehen, doch Theresa bleibt zurück. Planlos und ohne Unterstützung versuchen sie sich in einer virenverseuchten Welt vor der mächtigen Institution zu verstecken. Doch sie wollen ihre Freunde retten und sich rächen.

Dieses Buch ist ganz anders als die vorherigen „Tests“, da die Kinder versuchen müssen, sich in die Zivilisation einzugliedern, von der sie nichts verstehen. Dementsprechend sind auch die Probleme, vor denen sie stehen, zwar großteils weniger tödlich aber auf ganz andere Art brisant. Auch dieser Band liest sich wieder flüssig durch. Das wird zwar nicht meine Lieblingsreihe (und auch auf die Kinofilme kann ich verzichten), aber war wirklich nette Unterhaltung.

Gesehen im 2. Halbjahr 2014

Guardians of the Galaxy

Peter Quill wurde in den 80ern als Kind von Außerirdischen entführt und arbeitet nun unter dem bescheidenen Decknamen „Star Lord“ als Schmuggler. Sein größter Schatz ist das Mixtape, das seine Mutter ihm vor ihrem Tod schenkte und dessen 80er-Mucke einen großartigen Filmsoundtrack hergibt. Das hedonistische Leben endet abrupt, als Peter auftragsgemäß den „Orb“ stiehlt, in jedoch nicht verkaufen kann, weil jemand weitaus mächtigeres auf ihn aus ist. Die Cyborg-Killerin Gamora greift Peter an, zugleich wollen ihn aber auch zwei Kopfgeldjäger gefangen nehmen: Der hyperintelligente Waschbär Rocket und sein Baumfreund Groot wollen sich die Belohnung nicht entgehen lassen. Im allgemeinen Chaos werden schließlich alle vier von der Polizei gefangen genommen und in ein im All liegendes Gefängnis gesteckt. Dort lernen sie Ronan kennen, einen Muskelprotz, der sich an Gamora für den Tod seiner Familie rächen will. Peter kann jedoch alle fünf zu einem Team zusammenschweißen. Das Abenteuer beginnt!

Ein ganz großartiger Film, der für mich auf einer Stufe mit den Avengers steht. Unterhaltung pur und ich habe Tränen gelacht.

Drachenzähmen leicht gemacht II

Hicks ist der beste Drachenreiter von Berg, mit der Frau seiner Träume verlobt und wird von seinem Vater als nächster Stammesführer gehandelt. Alles könnte so einfach sein, wenn Hicks und Ohnezahn nicht eines Tages einem Drachenjäger begegnen würden, der für Drago Blutfaust eine Armee aus Drachen zusammen stellen soll. Gegen das Verbot von Haudrauf machen sich die ehemaligen Jungwikinger auf, die Grausamkeiten zu beenden und bekommen Hilfe von unerwarteter Seite.

Wieder ein sehr schöner Film, auch wenn er leider nicht an den Vorgänger heran kommt.

Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1

Katniss ist der Herrschaft des Kapitols entkommen, aber längst noch nicht dessen Grausamkeit. Während Peeta dort weiter gefangen gehalten wird, wird Katniss zur Galeonsfigur des Widerstandes und dreht einen PR-Film nach dem anderen. Wie gewohnt, kämpft sie feurig (haha) für das Wohl ihrer Lieben und reißt das Land mit.

Spannend, aber leider nur ein Zwischenspiel. Ich freue mich auf den letzten Teil!

Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere

Der Drache Smaug ist erwacht und brennt Esgaroth nieder. Während sich die Einwohner zum einsamen Berg retten wollen um das Versprechen der Hobbits einzulösen, ergreift die „Drachenkrankheit“, die krankhafte Gier nach Gold, Besitz von Thorin Eichenschild. Bilbo muss sich entscheiden zwischen der Loyalität zu seiner Gruppe und ihrem Anführer und dem, was er für das Richtige hält.

Ein schöner Abschluss der Trilogie, wenn auch an manchen Stellen ganz schön übertrieben. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

Jahresrückblick

2014 war für uns ein ganz schön anstrengendes Jahr, das irgenwie von Monat zu Monat schlimmer wurde. Ich hoffe, nach der Erholungspause kann 2015 nun ordentlich durchstarten und wir haben die Renovierung bald komplett hinter uns.
Was gab es außer dem großen Hausthema letztes Jahr noch so?

Urlaub gemacht: ein verlängertes Wochenende in Hamburg und eines im Oktober bei meinem Bruder in (der Nähe von) Venedig

Konzerte/Veranstaltungen besucht: Der fliegende Holländer im Januar, die Wise Guys im März und das Highfield-Festival im August mit Frank Turner, Placebo, dem Drummer von Blink-182 und den Beatsteaks als persönliche Highlights.

Filme gesehen (Link):
X-Men – Days of Future Past, Nicht mein Tag, Guardians of the Galaxy, Drachenzähmen leicht gemacht II, Tribute von Panem – Catching Fire, Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere

Bücher gelesen (Link): Walter Moers – Die Stadt der träumenden Bücher, Petra Busch – Zeig mir den Tod, Nathaniel Hawthorne – Der scharlachrote Buchstabe (ein bisschen), Eva Stachniak – Die Zarin der Nacht, James Dashner – Die Auserwählten Im Labyrinth, In der Brandwüste und In der Todeszone

Zum ersten Mal gemacht: Lauter Renoveriungskrams, die Notaufnahme mit einem gestauchten Zeh belästigt, in einer Schubkarre geschlafen, eine Hecke angefahren, Grünkohl gekocht

Was 2014 ganz besonders machte: Lenas 30. Geburtstag, die Hochzeit von Jana und Stephan, Polterabend und Hochzeit unserer Nachbarn Martina und Florian, die Pinselparty, der Willkommenskranz unserer Nachbarschaft und natürlich der Einzug und das erste Weihnachten im Eigenheim.

Brot und Salz

Fast drei Monate später… Es gibt mich noch. Aber wir haben wirklich drei harte Monate hinter uns.
Am letzten Septemberwochenende sind wir umgezogen und es war die Hölle auf Erden. Noch am Samstag haben wir bis 4 Uhr morgens Kartons gepackt, eine Grippewelle brach über unsere Umzugshelfer herein, der größte im Umkreis von 60km mietbare Wagen war ein popeliger Sprinter und im Haus war noch längst nicht alles einzugsbereit – sogar in dem Maße, dass der Elektriker erst am Samstag überhaupt die Steckdosen absegnete.

Aber: Unsere neue Nachbarschaft hat uns mit einem wunderschönen Türkranz willkommen geheißen. Und mir für den Folgetag einen gehörigen Kater beschert.

Das (verlängerte) Wochenende danach waren wir bei meinem Bruder in Venedig, um seinen Geburtstag zu feiern – und kurz die Renovierung hinter uns zu lassen.

Anschließend machten wir uns wieder daran, dass Haus bewohnbar zu machen – bis zum 11. Oktober hatten wir eine Arbeitsplatte, die Spüle eingebaut und fast alle Elektrogeräte angeschlossen. Parallel packten wir natürlich fleißig Kartons aus, soweit es ging und stellten unseren neuen Esstisch auf.

Dann ging es daran, die Wohnung fertig zu entrümpeln, denn wie aus dem Nichts hatten wir Mitte Oktober einen Mieter ab 01.11. gefunden. Das Wochenende war der Horror und alle Kartons, die wir schon leer geräumt hatten, waren plötzlich wieder voll.

Leichtsinnigerweise hatten wir für den 08. November unsere Nachbarn zum Kranzabhängen eingeladen, verbrachten dann also wieder einen Samstag unter Volldampf beim Aufräumen und Vorbereiten. Unser Grünkohl hat trotzdem allen gut geschmeckt und es war ein sehr lustiger Abend.

Ende November war dann auch endlich die Dunstabzugshaube einsatzbereit und die neue Couch wurde geliefert. Seitdem lichtet sich das Chaos von Woche zu Woche etwas mehr.

Es wird hier sogar etwas weihnachtlich. Mit Hilfe unserer Nachbarn haben wir die riesige Tanne vor dem Haus hell erleuchtet und der Nikolaustag vom letzten Jahr lässt sich mit diesem gar nicht vergleichen. Auch um die Vögelchen haben wir uns jetzt gekümmert – und um unser eigenes leibliches Wohl natürlich auch.

Weihnachten kann kommen!

Besichtigungsmarathon

Nein, nicht was ihr denkt – diesmal ist es andersherum. Donnerstag Nacht habe ich unsere geliebte Wohnung bei ebay Kleinanzeigen inseriert und bis Freitag Mittag hatten wir schon sechs Anfragen. Von den fünf Leuten, die heute besichtigen wollten, sind allerdings nur drei aufgetaucht. Was für ein miserabler Schnitt! Und mit was für Fragen man sich plötzlich konfrontiert sieht… Sind Hunde erlaubt? Wird Kaution erhoben und kann sie auch in Raten gezahlt werden? Dürfen die Kinder alle zwei Wochen vorbei kommen? Kann eine Monatsmiete durch Streichen abgegolten werden? Würden braune Vorhänge nicht besser aussehen als gelbe?
Nun, wir bleiben dran. Die bisherigen Besichtiger waren alle sehr angetan, mal schauen, was sich da ergibt. Und die ersten 25 Kartons haben wir nebenbei auch schon gepackt.

t – 10 Tage

Veränderungen beginnen! Die letzten zwei Tage haben der Schatz und ich im Haus übernachtet. Dort sind wir inzwischen weit voran gekommen. Im Flur ist die Decke fast komplett abgehängt und der Sicherungskasten neu verdrahtet, im Badezimmer hängt inzwischen ein Handtuchhalter und in der Küche sind die Insel- und Hängeschränke aufgebaut und die großen E-Geräte ausgepackt (wenn auch noch nicht angeschlossen, weil der Elektriker diese Woche keine Zeit für uns hat). Übernächstes Wochenende geht es also rüber!

Schlafcouch im Lesezimmer, Renovierungstag 143:

Küche mit noch nicht verblendeter Insel und noch nicht hängenden Hängeschränken…, Tag 144:

Bodenständig

Nachdem wir diese Woche brav jeden Tag auf der Baustelle waren (wenn auch manchmal fleißiger als andere Male), sieht es bei uns fast schon einzugsfertig aus.

Renovierungstag 137, Badezimmer EG:

Wohnzimmer/Küche:

Tag 138, Wohnzimmer/Lesezimmer

Unser Zeitplan wird jetzt immer strenger: Morgen holen wir nochmal die Poliermaschine um dem letzten Rest Parkett die „Erstpflege“ zu verpassen, Dienstag bringen wir das Gerät zurück und fühlen Hornbach und Ikea auf den Zahn, Mittwoch hat das Öl genug eingezogen, dass wir die Heizkörper montieren und vielleicht schon dort schlafen können, am Donnerstag kommt ein Ex-Elektroniker-Kollege vom Schatz und schließt uns den Strom an und Freitag sind wir dann alle voll glücklich. So der Plan. Es gibt viel zu tun, packen wir’s an!

Endspurt

Zugegeben – nach der Pinselparty war irgendwie ein bisschen die Luft raus. Ärgerlich, wo wir doch endlich so weit gekommen sind, aber vielleicht verständlich nach neun Monaten Renovierungsphase. Wir haben die Küchenzeile weiter aufgebaut, die Lesezimmerdecke abgehängt, an der Elektrizität gewerkelt und die Flurdecke weiter abgehängt, aber so richtig wollte es nicht voran gehen. Glücklicherweise war aber Urlaub in Sicht! Ab dem Highfield-Festival hatten wir zwei Wochen frei, aber… die ersten fünf Tage brauchten wir dann erstmal zum Erholen. Dazu ist so ein Urlaub ja auch gedacht, und wir haben auch brav die Möbelhäuser abgeklappert und nach langem hin und her schließlich-endlich einen Esstisch, ein Ecksofa und eine Schlafcouch gekauft. Letztere haben wir vorgestern, mit dem uns freundlicherweise von den angehenden Nachbarn zur Verfügung gestellten Auto-Anhänger-Gespann, abgeholt; die Wohnlandschaft und der Esstisch brauchen mindestens 8 Wochen Vorlauf. Nach diesen Entscheidungen ging es dann endlich auch im Haus wieder voran. Die meisten ebenso langweiligen wie zeitfressenden Detailaufgaben haben wir inzwischen fertig und haben fast den ganzen Wohnraum tapeziert und gestrichen und anschließend noch neun Pakete Parkett verlegt. Es geht in großen Schritten voran!

Renovierungstag 117, EG-Badezimmer (Urinal abgenommen):

Tag 119, Küche:

Tag 120, Lesezimmer:

Tag 121, Wohnzimmer:

Lesezimmer:

Flur:

Tag 123, Wohnzimmer:

Tag 126, Lesezimmer:

Tag 128, EG-Badezimmer:

Wohnzimmer:

Tag 129, Wohnzimmer:

Tag 131, Wohnraum: