James Dashner – Die Auserwählten Trilogie

Band 1: Die Auserwählten im Labyrinth

Erster Satz: Sein neues Leben begann im Stehen, umgeben von kalter Dunkelheit und staubiger Luft.

Thomas kann sich nur noch an seinen Namen erinnern und erwacht mit einem Mal auf einer Lichtung, voller Jungs die auf dem selben mysteriösen Weg dorthin gekommen sind. Niemand weiß, was dahinter steckt und wer sie Monat für Monat mit Lebensmitteln und einem „Frischling“ versorgt. Die Gruppe hat sich mit ihrem Leben arrangiert und die Aufgaben gut verteilt – auch an die Abteilung der „Läufer“, die Tag für Tag in das die Lichtung umgebende Labyrinth hinauslaufen um einen Ausgang zu finden. Die Schwierigkeit dabei: Nachts, wenn sich die Tore zur Lichtung schließen, verändern sich die Wände und tödliche Kreaturen treiben ihr Unwesen.
Mit Thomas‘ erscheinen verändert sich jedoch der Ablauf der „Lichter“: Direkt am nächsten Tag kommt eine neue, letzte „Lieferung“ und schickt das allererste Mädchen und eine Endzeitbotschaft auf die Lichtung.

Sehr spannend geschrieben und sypatische Charaktere. Ich hatte wegen des Kinotrailers eine Art „Hunger Games für Jungs“ erwartet und das ist vom Stil her tatsächlich nicht allzu weit dran vorbei.

Band 2: Die Auserwählten in der Brandwüste

Erster Satz: Bevor die Welt zusammenbrach, hörte Thomas etwas.

Die „Lichter“ sind, so viel verrate ich jetzt einfach mal, aus dem Labyrinth entkommen, doch ihre Prüfung ist noch nicht vorbei. Zunächst sind es nur Psychospielchen, doch dann wird es richtig ernst: Sie sollen eine Wüste durchqueren und innerhalb einer bestimmten Zeit den „sicheren Hafen“ erreichen. Wieder ist Verweigerung keine Option, die Kinder machen sich also auf den gefährlichen Weg, zusammen mit einem neuen Jungen, der gegen Theresa ausgetauscht worden ist.

In diesem Band wird dann auch klar, warum die Serie als Horror eingestuft ist. Vorher dachte ich wegen des Erzählstils noch, „Die Auserwählten“ sei für ein jüngeres Publikum als die „Hunger Games“ konzipiert, aber das hat sich jetzt erledigt. Wirklich aufgelöst wird die ganze Situation hier immer noch nicht, aber immerhin geben die Menschen, die die Jungs unterwegs treffen, einige Informationen über die Welt preis.

Band 3: Die Auserwählten in der Todeszone

Erster Satz: Es war der Gestank, der Thomas langsam, aber sicher in den Wahnsinn trieb.

Die Kinder sind wieder in der Hand der Wissenschaftler, die sich mit „einigen abschließenden Tests“ nicht gerade deren Vertrauen verdienen. Schließlich wird das Experiment für beendet erklärt und die Kinder können ihr Gedächnis zurück erhalten – dazu ist nur eine winzige Gehirn-OP nötig. Die Gruppe spaltet sich auf, Thomas und seine besten Freunde können fliehen, doch Theresa bleibt zurück. Planlos und ohne Unterstützung versuchen sie sich in einer virenverseuchten Welt vor der mächtigen Institution zu verstecken. Doch sie wollen ihre Freunde retten und sich rächen.

Dieses Buch ist ganz anders als die vorherigen „Tests“, da die Kinder versuchen müssen, sich in die Zivilisation einzugliedern, von der sie nichts verstehen. Dementsprechend sind auch die Probleme, vor denen sie stehen, zwar großteils weniger tödlich aber auf ganz andere Art brisant. Auch dieser Band liest sich wieder flüssig durch. Das wird zwar nicht meine Lieblingsreihe (und auch auf die Kinofilme kann ich verzichten), aber war wirklich nette Unterhaltung.

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