Ein ganz normaler Arbeitstag

Haaaiaai, watn Tach.

Fangen wir mit Sonntag und einem Lob an Jana an: War ein tolles „Sit-In“, ich hoffe, du hast meinen Kuchen aufgegessen. Ich bin Montag erst um halb 6 (morgens, versteht sich) ins Bett gefallen.
Eben jener Montag war außerdem der 18. Geburtstag meines Bruders. Unfassbar, bald hat der kleine Junge den Führerschein ô.o

Und dann: El Dienstag.
Der Tag begann im wahrsten Sinne des Wortes damit, dass ich eine halbe Stunde zu früh zur Arbeit gefahren bin. Nun jut, hab die Zeit genutzt um meine favorisierte Drogerie zu überfallen. Ich hatte nämlich den Anfängerfehler gemacht, meine Mutter morgens zu fragen, ob ich ihr was von Rossmann mitbringen soll. Als Ergebnis hab ich 9 Flaschen Schauma vor der Arbeit noch schnell ins Auto gebracht.
In Zusammenhang mit dem Auto (übrigens seit Freitag auf den Namen Joshua getauft) muss ich zwingend erwähnen, dass ich einfach perfekt, geradezu göttlich rückwärts in die Lücke eingeparkt habe, die nur ca einen halben Meter größer war als Joshi lang.

However, die Info strotzte heute von komischen Gestalten.

Die sanfte Version: Eine Frau am Telefon möchte, dass ich ihr Karten zurücklege. Ich frage, bis wann. „Bis Mittwoch“ – „Okay, bis morgen ist das kein Problem.“ Und dann gehts los – nein, sie meint ja gar nicht morgen, sie denkt ja immer, heute wäre Montag (verständlicherweise) und sie leiert mir ihren ganzen Dienstplan für den Anfang der Woche herunter um mit den Worten zu schließen „..also hole ich sie Mittwoch ab.“ – „Aber Mittwoch ist Morgen!“
De facto wird sie Donnerstag kommen. *g*

Die harte Version: Junges Pärchen mit kleinem Kind in Kinderwagen kommt herein. „Wir möchten eine Ferienwohnung.“ Na klasse, denk ich, bei anwesenden Kunden eine Ferienwohnung suchen (was nämlich immer ewig dauert und unter Druck nicht besonders spaßig ist). „Ab heute?“, frage ich hoffnungsvoll nach. Hoffnung umsonst, ja, ab heute, „wir haben uns vorhin schon eine angesehen, aber die Lage war nicht gut, viel zu laute Straße.“ Schluck. In Anbetracht der Tatsache, dass in W. kaum eine Straße als objektiv laut zu bezeichnen ist, habe ich es hier mit einem verdammt wählerischem Paar zu tun, das mich also Sachen fragen wird, die ich nicht weiß. Aber sie werden nie begreifen, dass ich nicht die Lautstärke um jede einzelne Ferienwohnung der Stadt kennen kann. Aber es geht weiter: „Und mit Blick aufs Wasser.“ ‚Yeah, super!‘, denk ich, ‚weil ja auch alle Wohnungen mit Meerblick immer frei liegen!‘. Nun gut, glücklichweise war ich eh gerade dabei gewesen, eine Wohnung am Meer (für einen Email-Kunden und anderen Zeitraum) zu suchen, wusste darum, dass 2 davon langfristig ausgebucht sind und 3 nicht zu erreichen. Ich rufe also den 6. an, und tatsächlich, Volltreffer, der Vermieter bräuchte zwar noch zwei Stunden um die Wohnung fertig zu machen, aber ja, sie ist frei.
Daraufhin beginnt die Frau, von einem Ort an der Küste zu reden, in dem sie mal war – mit vielen netten Cafés am Hafen. Unfassbar, dass ich nicht weiß, welcher Ort das ist. Ich schlage ihr ein paar Hafenorte vor und bei zwei Namen klingelt es. Nein, leider habe ich keine Fotos von den Häfen parat. Ich gebe ihr Telefonnummern der dortigen Zimmervermittlungen, Kataloge der Orte und das Gastgeberverzeichnis, in dem die oben genannte Ferienwohnung steht (für den Fall der Fälle) und das Pärchen geht, die Küste abfahren.
20 Minuten sind sie wieder da. „In dem Katalog da ist ein schönes Hotel, da wollen wir hin.“ Okay, Glück gehabt, für das Hotel bin ich sogar zuständig obwohl es nicht in W. liegt. Ich ruf also da an, lass mir erklären (und erkläre der Frau), was ein „Babyzimmer“ ist, und biete ihr das an. „Ja, das nehmen wir, aber die Extras des Babyzimmers brauchen wir nicht.“ Ich ruf also zurück, bekomme ein Doppelzimmer für 72,00€. Ich schlage es der Frau wieder vor, sie ist einverstanden, ich beginne mit der Reservierungsbestätigung. Und da meint sie: „Ach, das ist ja doch ein bißchen teuer, wir gehen uns lieber die Ferienwohnung von eben angucken.“ Und weg sind sie. Raaaah.

Njoah, das wars im Grunde. Von 16:30h bis 18 Uhr war ich mit der (stellvertrentenden) Chefin allein im Büro. Ich hab bis zum Schluss Kunden gehabt, gehe meinen PC runterfahren, während sie zur Tür stürmt. „Sie gehen doch hinten raus?“ Ja, ich gehe hinten raus. „Dann ziehen Sie hinter sich die Tür zu“ (so eine Tür ohne Außenklinke), sagt sie, stürzt durch die Eingangstür, schließt hinter sich ab und weg ist sie. Und ich stehe da, ganz allein im Laden und warte drauf, dass ich meinen PC ausschalten kann. Hammerhart, die Frau, ich hab sogar die Glocken noch gehört, als ich draußen war. *g*

Es ist spät, ich gehör ins Bett. Bis denne.

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