Murphy

Ich bin ja voon Anfang an davon überzeugt gewesen, dass heute irgendetwas ganz furchtbares geschehen wird, das meine Präsentation sabotiert.
Mit etwas technischem hatte ich gerechnet: der Laptop fällt mir runter; der Laptop erleidet einen kompletten Datenverlust; der Laptop geht nicht mehr an; ich lasse den Laptop zu Hause liegen.
Aus diesem Grund habe ich, als ich auf der Arbeit ankam (und den Laptop nicht zu Hause vergessen hatte) als erstes eine Sicherheitskopie auf den USB-Stick gezogen. Dies ist zwar völlig unnötig, da es im Falle eines Laptop-Verlustes welcher Art auch immer, leider in der Firma keinen einzigen Laptop gibt, der PowerPoint installiert hat. Aber immerhin ist die Präsentation abgesichert.

Es kam jedoch ganz anders. Um 8:15h bekam ich Nasenbluten. Die ersten Tropfen gingen selbstverständlich auf meine allerliebste und einzige „gute“ Hose, die ich seit 2 Wochen frischgewaschen liegen gelassen hatte, damit ich sie zur Präsentation tragen kann.
Das Rennen zum Waschbecken (hatte natürlich keine Taschentücher) offenbarte dann verschmiertes Blut über eine komplette Wange. Make-Up also auch hinüber, obwohl extra gekauft und sorgfältig aufgetragen. Und da mich am Waschbecken Jürgen M. fand und mich zur nächsten Couch geleitete, war dann auch die Frisur hinüber.

Aber was soll ich sagen: Ich hatte Zeit, mich wieder herzurichten, Blutflecken kriegt man mit der Nagelfeile aus der Jeans und meine Präsi ist ganz gut gelaufen, obwohl ich mordsaufgeregt war. Die, die ich kenne, haben zustimmend genickt und die Lacher kamen nur an beabsichtigten Stellen. Das sind doch gute Zeichen, oder?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.