Meine ersten Ausbildungstage

Fjuuuu, lang nicht mehr geschrieben. Für nen Nachtrag fehlt mir auch die Lust, darum nur die letzten beiden Tage, meine ersten zwei Arbeitstage. (Der Einfachheit halber einfach reinkopiert.)

Dienstag:
Hat Spaß gemacht. Ich arbeite den ganzen August (vielleicht noch länger, Plan für nächsten Monat steht nocht nicht) in der Tourist-Info. Habe da drei Kollegen plus einen Praktikanten, der auch heute angefangen hat – wir haben uns also gleich verbündet (obwohl der schon 40 ist 😀 ). Praktischerweise wohnt er auch in Jever und da wir beide diese und übernächste Woche gleich eingeteilt sind, fahren wir uns abwechselnd. Sind auch alle sehr nett da.
Die Arbeit macht auch Spaß. Ich kann schon ganz alleine (Konzert-)Tickets verkaufen, sogar, wenn die mit Karte bezahlt werden – das ist schwierig! Und Faaahrpläne hab ich en masse ausgegeben. Die Kollegen verfluchen alle die Urlaubszeit, weil dann permanent Touristen hereinströmen, die Wege erklärt haben wollen. Ich hab mindestens 30 Prospekte mit Stadtplänen, samt Wegerklärung natürlich, herausgegeben.
Und dazu kommen dann noch Extremfälle, wie ein Mann aus Fulda (oder so), der am Automaten eine Zugkarte bis Helgoland gelöst hat, obwohl der Catamaran nur noch Montags, Mittwochs, Freitags und Sonntags fährt, seitdem einer kaputt gegangen ist – darüber hat die Chefin heute früh einen zweiseitigen Infobrief verteilt.
Und morgen muss ich erst ab 9:30 arbeiten *g*.

Heute:
Erst dachte ich, es wird ein scheiß Tag. weil ich entweder nichts oder nur so Botengang-Sachen zu tun hatte. Aber sobald ich öfter ans Telefon gegangen bin (ein Apparat klingelt und dann kann man das Gespräch per Tastendruck zu sich holen), wurds interessanter. Mein „Baby“ war heute eine Frau, die für nächste Woche (!!) eine nicht zu teure Ferienwohnung oder ein Privatzimmer in der Nähe des Marinestützpunktes für 2 Erwachsene und ein Kind wollte. Ich hab eine PERFEKTE Wohnung für sie gefunden – aber die Vermieterin ist nicht ans Telefon gegangen. Hab ihr aufs Band gesprochen. Alle Alternativen waren schon ausgebucht. Kein Wunder, so kurzfristig. Wenn das morgen mit der Rückruffrau auch nicht klappt, muss ich den Radius noch mehr ausweiten.
Dann hatte ich noch so nen komischen älterer Typ, der Ferien in W. machen will, weil er Schiffner heißt. Hat mich gefragt, ob man in W. schwimmen kann. „Klar“, sag ich, „im Meer, und natürlich haben wir auch viele Freibäder und Schwimmhallen.“ Dann: „Wieviele Einwohner hat den W.?“. Etwas später: „Wie weit ist W. vom Meer entfernt?“ – „Die Stadt liegt direkt am Meer.“ – „Was, echt?!“ und „Gibt es dort Fischrestaurants?“ Nachdem ich ihm versprochen hab, ihm eine Marinemuseum-Broschüre in den Prospekt zu tun („Das liegt mir besonders am Herzen“), wurde er aber etwas lockerer. „Und dann müssen Sie mir noch sagen, wie die schönste Frau W.s mit Vornamen heißt.“ – „Janna. Das bin ich.“ – „Ah, dann werd ich mal in der Tourist-Info vorbeischauen, wenn ich komme.“ – „Klar, machen Sie das.“ großes Grinsen
Ein weiterer Punkt des Tages war eine Holländerin, die mich von der Fähre aus angerufen hat – und ein Hotelzimmer (4 Sterne!) für Nacht brauchte. Ich bin mir rückblickend ehrlich gesagt nicht mehr sicher, ob sie wirklich ein Doppelzimmer für nur eine Nacht wollte, ich hab sie soo schwer verstanden. Jedenfalls hab ich sie an ein Hotel vermittelt.
Darüber hinaus hab ich heute viel PC-Kram gemacht; die Datei, in der die Adressen stehen, an die wir Infomaterial schicken sollen, muss eh täglich aktualisiert werden (wir schickens ja jeden Tag raus); dann hab ich heute zwei Reservierungen richtig offiziell fertig gemacht und gefaxt (miiiiieses Programm!) und natürlich die Tabelle, an wen wir wen für wieviel vermittelt haben – wir kriegen dafür ja 12% Provision. Damit bin ich gar nicht fertig geworden, um halb 4 hab ich drei Reservierungen zum Eintragen bekommen und ich hab nur eine halb geschafft, obwohl das ne Sache von kaum 5 Minuten pro Buchung ist – das Telefon stand einfach nicht still, dann musste ich Prospekte einpacken, Kunden bedienen – oh, viiiiel verkauft hab ich heute.
Bericht Ende. Mein Arm tut weh.

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