Lektüre 2016

Susanna Clarke – Jonathan Strange & Mr. Norrell

Erster Satz: Vor Jahren gab es in der Stadt York eine Gilde von Zauberern.

Ein ganz, ganz großartiger Fantasy-Schmöker: spannend, romantisch und mit einem süffisanten Humor.

Steve Hockensmith – Stolz und Vorurteil und Zombies: Aufstieg der lebenden Toten

Erster Satz: Eine Beerdigung vor dem Ende der Zeremonie zu verlassen, zeugt von überaus schlechtem Benehmen.

Ich habe leider erst lange nach der Lektüre festgestellt, dass dies gar nicht das „originale“ „Stolz und Vorurteil und Zombies“ ist. Insgesamt eher seicht, eignet sich ab er hervorragend, um auf der Heim- und Rückfahrt eines Festivals im Auto vorgelesen zu werden. Den Film, auf das dieses Buch mich konsequenterweise nicht vorbereitet hat, habe ich allerdings mehr genossen.

Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder

Erster Satz: Gerade als ich mich an den Gedanken zu gewöhnen begann, das dieses Leben keine großen Abenteuer für mich bereit halten würde, geschah etwas seltsames.

Unterhaltsam, aber dann irgendwie doch zu abgedroschen und vorhersehbar. Vielleicht bin ich inzwischen zu alt für Teenager als Ich-Erzähler.

Lee Child – Way Out (10. Jack-Reacher-Roman)

Erster Satz: Jack Reacher bestellte einen Espresso, doppelt, keine Orangenschale, kein Würfelzucker, Styroporbecher, kein Porzellan, und noch bevor er serviert wurde, sah er, wie das Leben eines Mannes sich für immer veränderte.

Eine einfache Entführungsstory wird zum kontinentübergreifenden Komplott. Etwas viele Amputationen für meinen Geschmack, aber davon abgesehen gewohnt spannend.

J.K. Rowling – Harry Potter und das verwunschene Kind

Erster Satz: Ein belebter Bahnhof voll geschäftiger Menschen, die versuchen, ihre Züge zu erreichen.

Eine Nachfolgegeschichte um Harrys Sohn als Theaterstück. Aus Nostalgiegründen sehr empfehlenswert, auch wenn mir persönlich der Skript-Stil ein gutes Stück Lesevergnügen raubt.

Sebastian Fitzek – Das Paket

Erster Satz: Als Emma die Tür zum Schlafzimmer ihrer Eltern öffnete, ahnte sie nicht, dass sie dies zum letzten Mal tun würde.

Stilistisch ist Fitzek natürlich ein Meister, aber diesmal war mir die Story dann doch zu konstruiert und obwohl ich beim Lesen alleine im Dunkel zuhause war, wollte sich der gewohnte Schauer irgendwie nicht einstellen.

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