Lee Child – Jack Reacher Romane 15 bis 18

Lee Child – Wespennest (15. Jack-Reacher-Roman)

Erster Satz: Eldridge Tyler fuhr auf einer langen geraden Landstraße in Nebraska, als sein Handy klingelte.

Auf dem Weg nach Virginia strandet Jack Reacher in einem County, das von einer mächtigen Familie terrorisiert wird. Angeheiratete eingeschlossen. Da Reacher ein Gentleman ist, zwingt er erst den Dorfarzt, Mrs Duncan zu behandeln und bricht dann Mr Duncan die Nase. Damit ist er direkt in eine Machtprobe geraten, die sich mit den geschäftlichen Problemen der Duncans überschneiden.

In seiner Rolle als Guerilla-Krieger mag ich Reacher vielleicht sogar am liebsten. Leider sind die Gegenspieler-Parteien so zahlreich, dass sie kaum auseinanderzuhalten sind und gleichzeitig doch recht leicht zu durchschauen. Dennoch solide unterhaltsam.

Lee Child – Der Anhalter (17. Jack-Reacher-Roman)

Erster Satz: Der Augenzeuge sagte, er habe nicht wirklich gesehen, wie es passiert sei.

Wahrscheinlich ist es Statistik: Einer der Millionen Wagen, mit denen Reacher durch Amerika trampt, wird von zwei Mördern gefahren, die die Besitzerin als Geisel im Fond haben. Bis das allerdings zu Reacher durchgedrungen ist, sind ein County-Sheriff und eine FBI-Agentin den Flüchtigen bereits auf der Fährte.

Ein merkwürdiges Konstrukt – Reacher macht Smalltalk und die Detektivarbeit wird woanders erledigt. Natürlich werden beide Handlungsstränge dann zusammen geführt. Das komplexe Motiv macht die Auflösung umso unerwarteter und es gibt einen ordentlichen Showdown.

Lee Child – Die Gejagten (18. Jack-Reacher-Roman)

Erster Satz: Irgendwann wurde Reacher in ein Auto gesetzt und eine Meile weit in ein Motel gefahren, in dem der Nachtportier ihm ein Zimmer gab, dessen Einrichtung genau Reachers Vorstellungen entsprach, weil er schon tausendmal in solchen Zimmern übernachtet hatte.

Endlich schafft Reacher es nach Rock Creek, Virginia, um seine Nachfolgerin kennen zu lernen, mit der er vor drei Bänden telefoniert hat. Aber, wie das so ist, sie wurde gerade wegen Bestechlichkeit verhaftet. Da der Kontakt der beiden ehemaligen Kommandierenden des 110th MP Departments protokolliert ist, fragt man sich nun, was Reacher mit der ganzen Sache zu tun hat. Also ruft man ihn flugs wieder in den Dienst ein und legt ihm eine Vaterschaftsklage und eine verspätete Mordanklage vor. Aber Reacher wäre nicht Reacher, wenn die Abkürzung von Major Susan Turners Gefängnisaufenthalt nicht seine erste Priorität wäre. Dabei verlässt er sich dann natürlich nicht nur auf die Anwälte.

Die Parallelen zu der Verfilmung „No Way Back“ sind deutlich, aber der Film nimmt einen anderen Weg als der Roman. Glücklicherweise gehört dazu das Teenager-Sitting, das im Kino kaum zu ertragen war. Major Turner ist eine tolle Figur und es macht Spaß, Reacher mit einem ebenbürdigen Partner zu sehen (was ja in anderen Bänden bereits versucht wurde). Leider bleibt das Finale dann etwas auf der Strecke.

Das war’s dann mit dem Suchten – ich habe aufgeholt und muss mich brav gedulden, bis der Verlag die nächsten Bände (*hust* als Taschenbuch *hust*) auf deutsch herausbringt. Und wer zählt jetzt noch mal durch? Jepp, Band 16 fehlt. Er erscheint erst diesen Monat. Immerhin gehört er nicht in die Chronologie von Band 14-15 und 17-18, die sich innerhalb weniger Tage ereignen, sondern spielt während Reachers Dienstzeit.

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